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Dr.med. Eben Alexander:

„Blick in die Ewigkeit
Die faszinierende Nahtoderfahrung eines Neuochirurgen“
 
ISBN 9783778773779, Ansata Verlag, 2013, gebunden, 256 Seiten – 19,99 €


Unter den vielen Beschreibungen von Nahtoderlebnissen ist dieses Buch völlig zu Recht zu einem Bestseller geworden. Gerade der Umstand, dass es von einem im wissenschaftlichen Denken geschulten Neurochirurgen geschrieben wurde, macht es zu einem besonderen Werk. Man darf wohl annehmen, dass die geistige Welt dieses Erlebnis unter anderem deshalb gewährt hat, um auch den Skeptikern unter den Erdenmenschen eine Handreichung zu bieten.

Dr.med. Eben Alexander ist in seinem Berufsleben als Neurochirurg sehr oft mit solchen Nahtoderlebnissen konfrontiert worden und hat sie als „wissenschaftlich denkender Skeptiker“ immer in das Reich der Fantasie verbannt. Er hat diese Erlebnisse stets gedeutet als ein letztes Aufflackern des Gehirns, das sich an das Leben festklammert. Er hatte Bewusstsein stets als ein Produkt der Gehirntätigkeit definiert, somit konnte eine andere Deutung gar nicht möglich sein. In seinem eigenen Nahtoderlebnis konnte er jedoch Bewusstsein als etwas erfahren, das jenseits aller Gehirntätigkeit vorhanden war – bestätigt dadurch, dass sein Gehirn aus wissenschaftlicher Sicht 7 Tage lang nicht nur eingeschränkt gearbeitet hat, sondern gar nicht.

Im Nachgang schreibt er gegen Ende des Buches, dass ein Skeptiker eigentlich jemand sein sollte, der alle relevanten Informationen aufnimmt und prüft. Er erkennt jedoch selbstkritisch, dass er zu der Sorte Skeptiker gehört hatte, die tiefergehende wissenschaftliche Beschäftigung mit dem Thema von vornherein abblockt, weil sie von vornherein davon ausgeht, dass der eigene Standpunkt – Materie als Ursprung des Bewusstseins – der einzig richtige sein kann (diese vermeintliche „Skepsis“ wäre dann doch wohl treffender als „Ignoranz“ zu bezeichnen – der Rezensent).

Das Buch beschreibt das Erlebnis aus zwei Blickwinkeln – aus dem des Autors, der vollkommen eintaucht in die wunderbare Wirklichkeit der geistigen Welt, ohne Erinnerung an seine irdische Identität – und aus dem irdischen Blickwinkel, den er sich aus den Schilderungen seiner Mitmenschen zusammensetzen musste, weil er sich seinem eigenen Erleben vollkommen entzog. Der irdische Teil mag vielleicht für manchen Leser zu detailreich geschildert sein, der himmlische Teil dafür zu kurz abgehandelt. Mir ging es nicht so. Für mich war es auch als medizinischen Laien höchst interessant, was diese seltene Form der Meningitis im Gehirn bewirkte und wie Ärzte und Angehörige in höchster Aufbietung aller Kräfte sich bemühten, das Rätsel dieser Krankheit zu lösen und dem Patienten zu helfen. Auch das Lebensumfeld und die Erinnerungen des Arztes verbanden sich für mich mit dem eigentlichen Nahtoderlebnis zu einer Einheit.

Die Schilderung des Nahtoderlebnisses ist ganz anders als die NaChtoderlebnisse, die in „Das Leben in der unsichtbaren Welt“ geschildert werden (Anthony Borgia, Silberschnur Verlag, 2010).


Das Buch von Anthony Borgia schildert in vielen detailliert geschilderten Erlebnissen das faszinierende Leben und die faszinierenden Möglichkeiten der Weiterentwicklung in der geistigen Welt.

Bei Eben Alexander wird deutlich, dass ihm einfach die Worte fehlen, um seine Erlebnisse adäquat zu beschreiben. Aber die wenigen Erlebnisse, Bilder, Andeutungen und Vergleiche, die er schildert, berühren in einer Weise das Herz, dass es verwundet zurückbleibt, als habe ein mit Seligkeit getränkter Pfeil es getroffen. Fortan lechzt es bloß danach, von weiteren solchen Pfeilen durchbohrt zu werden – oder, noch besser, selber in diesem wundervollen Gift zu baden, so wie Eben Alexander es getan hat. Wessen Seele also irgend durch Traumreisen, Leseerlebnisse oder einfach durch eine offene Haltung für diese dürren hilflosen Andeutungen bereit ist, dem werden sie zu einem Schlüssel, der die Tore aufmacht zum eigenen Inneren und sie beflügeln kann für die eigene weitere spirituelle Reise.

Wunderbar die Zitate anderer Wissenschaftler, die der Autor verwendet, um seine neue Weltsicht zu belegen. Hier möchte ich ein Zitat der Worte Eben Alexanders bringen, das seinen inneren Wandel durch dieses Erlebnis prägnant zusammenfasst:

Die physische Seite des Universums ist ein Staubkörnchen im Vergleich zu seinem unsichtbaren, spirituellen Teil. Früher hätte es mir meine Auffassung verboten, ein Wort wie spirituell in einem wissenschaftlichen Gespräch zu verwenden. Mittlerweile halte ich es für ein Wort, das wegzulassen wir uns gar nicht leisten können.


>Franchezzo